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Dresdner Forscher der TU Dresden erforschen, was im Gehirn passiert, wenn wir eine Aufgabe erledigt haben. Hindert uns das gar an neuen Aufgaben?

Das Setzen eines Häkchens auf der To-do-Liste ist für viele eifrige Listenliebhaber ein äußerst befreiendes Gefühl, vor allem dann, wenn man die Aufgabe schon lang vor sich hergeschoben hat. Doch was passiert in unserem Gehirn, wenn wir eine aufgeschobene Absicht erledigt haben. Wird sie deaktiviert? Wenn ja wie? Dieser Frage ist ein Team von Wissenschaftlern im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 940 „Volition und Kognitive Kontrolle“ an der TU Dresden gemeinsam mit zwei weiteren führenden internationalen Experten, Julie Bugg und Michael Scullin, in einem systematischen Übersichtsartikel auf den Grund gegangen.

Immer weiter aufschieben

Sobald Aufgaben erledigt sind, könnten sie eigentlich deaktiviert und sozusagen von unserer neuronalen To-do-Liste gestrichen werden. Überraschenderweise haben die untersuchten Studien aber gezeigt, dass erledigte Absichten manchmal eben nicht sofort deaktiviert werden, sondern Personen sogar beim Umsetzen neuer Absichten beeinträchtigen können. Das geschieht vor allem dann, wenn Handlungen bis zu einem bestimmten Ereignis oder einem besonders auffälligen Reiz aufgeschoben wurden. Ein Beispiel dafür ist das Einnehmen von Medikamenten. Personen, die in ihrem Alltag häufig Medikamente einnehmen müssen, verschieben die Einnahme bis zu einem bestimmten Signal, zum Beispiel ein Kalenderalarm. Wenn die Personen nach der Medikamenteneinnahme diesem Reiz erneut begegnen, kann es passieren, dass sie die Absicht, das Medikament zu nehmen, wieder abrufen.

Wie die untersuchten Studien nahelegen, sind derartige Fälle jedoch eher selten. Nun wollen die Wissenschaftler erforschen, in welchen Situationen es von Vorteil ist, wenn erledigte Absichten weiterhin aktiviert bleiben, denn möglicherweise spielen diese Nachwirkungen eine Rolle beim Erlernen neuer Routinen.

Text: PR
Foto: Tero Vesalainen/Pixabay

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  • TodoListe: Tero Vesalainen@Pixabay
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