Stress abbauen: Ich bin dann mal kurz weg!

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Im Herbst nochmal Sonne tanken und Stress abbauen? Das geht z.B. in der Provence. Zusammen mit Freunden ist das preiswert und unkompliziert. CAZ-Redakteurin Marion Fiedler hat’s ausprobiert.

Die herrliche Wärme, auch Ende September und sogar im Oktober – die ist der eine Grund, warum wir alle gern in den Süden fahren – und warum es mich diesen Herbst kurz vor der Angst wieder in die Provence gezogen hat. Ich habe die ganzen Semesterferien studiert, gearbeitet, gewerkelt. Und wenn man sich viel vornimmt, sind die freien Tage schnell gezählt. Ich konnte erst in den letzten zwei Wochen loslegen – geht‘s dir auch manchmal so?

Mit Fahrrad oder Auto gen Süden

Der spontane Ausflug war schnell organisiert. Per Zug oder Mitfahrgelegenheit bin ich schon früher für wenig Geld in den wie ich finde schönsten Teil von Frankreich gereist. In der Vergangenheit war ich dort aber auch schon mehrere Wochen auf einer Fahrradtour unterwegs. Da ist natürlich die Reise schon eine ganz eigene Erfahrung. Zum Beispiel rollt es sich von Basel immer südwärts ganz gut. Die recht ebenen Strecken führen dann entlang der vielen, für Fahrräder sehr gut ausgebauten Kanäle. Die Landschaft ist idyllisch und wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Dieses Mal bin ich aber mit dem Auto gefahren. Das war eine Strecke von 13 Stunden, zusammen mit Freunden reist es sich so mit wechselnden Fahrern nicht schlecht. Und die Benzinkosten kann man sich teilen, sodass die Fahrt gar nicht so teuer ist.

Ganz viel Sonne tanken

Voller Vorfreude kamen wir in Lorgues an, einem Ort im bergischen „Hinterland“ der Provence. Dort gibt es intensiv duftende Felder und Wälder. Pfefferminz und Lavendel, Rosmarin und hunderte essbare Kräuter, die man erst Schritt für Schritt kennenlernen muss. Die Provence ist auch bekannt für das tolle und intensive Sonnenlicht, das auch Wein gut reifen lässt. Ich finde es aber auch immer wieder spannend, wenn ich unterwegs Leute treffe, ihre Erzählungen höre und mit ihnen über das Leben sinniere.

Inspiration und Kopfkino pur

Die spannendste Entdeckung in der provenzalischen Landschaft war dieses Jahr die Vielfalt an historischen Gebäuden, die ich entlang meines Weges gesehen habe. Wenn man in Dörfern wie Tourtour unterwegs ist, bestaunt man nicht nur die herrliche und ungestörte Berglandschaft um die Siedlungen. Man stellt sich auch das Leben in der Vergangenheit vor. Kopfkino pur. Und in den herrlichen historischen, teils noch aus der römischen Zeit stammenden Häusern und auf den kopfsteinpflasterähnlichen Straßen, die schon viele Generation mit Leben gefüllt haben, ist es leicht, sich in die Vergangenheit versetzt zu fühlen.

Was ich aber am meisten genossen habe, waren die Wärme und die Helligkeit, die schon unzählige Maler und Künstler inspiriert haben.

Text: Marion N. Fiedler 
Fotos: privat

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