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Damit sie für den Ernstfall gewappnet ist, hat CAZ-Reporterin Jennifer Georgi an der Uni einen Kurs in Street Defence belegt und ging dabei bis an die eigenen Grenzen.

Ich bin bestimmt nicht die Einzige, bei der sich ein mulmiges Gefühl einstellt, wenn sie nachts allein verlassene Straßen passieren muss. Ob nun auf der Straße, im Club oder in einem fremden Land – um für den Ernstfall gewappnet zu sein, wollte ich mir ein paar Grundtechniken der Selbstverteidigung aneignen und habe einen Kurs an der Uni besucht.

Gefahrensituationen stoppen

Geleitet wird er von zwei Mitgliedern der „International Street Defence Organization“. Street Defence ist keine Kampfsportart an sich, vielmehr ist sie die Essenz aus verschiedenen Nahkampf-, Kampfsport- und Kampfkunstelementen. „Körperliche Fitness wird in diesem Falle nicht vorausgesetzt und trainiert, sondern das Stoppen einer Gefahrensituation steht im Zentrum“, steht auf der Street-Defence-Website.

Knackige Aufwämrunde

Doch dass die Fitness nicht trainiert wird, ist so auch nicht ganz richtig. Jeder Kurs beginnt mit einer knackigen Aufwärmrunde und nach dem Training der einzelnen Techniken, die einen ohnehin ins Schwitzen bringen, gehören die letzten 15 bis 30 Minuten zu den anstrengendsten. In diesen werden beispielsweise Sit-ups oder andere Kraft- und Ausdauerübungen gemacht, die einen bewusst an die persönlichen Grenzen bringen sollen.

„Mal alles rauslassen“

Das klingt hart, ist aber absolut notwendig, da ein Angreifer natürlich keine Rücksicht auf die persönlichen Fähigkeiten nimmt oder aufhört, wenn man nicht mehr kann. Deshalb werden die Technikübungen auch bis aufs Äußerste geübt und wiederholt, was einem ab und an recht eintönig erscheinen mag, doch dies geschieht aus gutem Grund, denn im Ernstfall muss jede Bewegung ohne darüber nachzudenken sitzen. Außerdem tut es mir persönlich richtig gut, bei den Kraft-und Ausdauerübungen mal „alles rauszulassen“.

Jennifers Fazit

Hier werden ordentlich Kalorien verbrannt und für den Fall der Fälle lernt man etwas Lebensnotwendiges.

Spaßfaktor: 8/10 Punkte

Spaß macht der Kurs auf alle Fälle. Die Trainer bringen den „Ernst“ der Selbstverteidigung sehr gut rüber und erzeugen dennoch immer eine lockere Atmosphäre.

Flirtfaktor: 4/10 Punkte

Den Kurs besuchen zwar genauso viele Männer wie Frauen, dennoch lädt das Thema nicht unbedingt zum Flirten ein.

Schweißfaktor: 9/10 Punkten

Ob nach den Laufrunden zu Beginn, den Sit-ups am Ende oder den Übungen zum Auspowern – den Kurs verlässt niemand, ohne ordentlich ins Schwitzen gekommen zu sein.

Text und Foto: Jennifer Georgi

Bildquellen

  • Unikurs Kurs Street Defence: Jennifer Georgi
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