Ricco Schönfeld von „Reaper’s Scythe“ – TU-Studium trifft Trash Metal

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Mit seiner Studentenband „Reaper’s Scythe“ und einer ordentlichen Portion Trash Melodic Death Metal hat Ricco Schönfeld im letzten Jahr schon das Uni Air an der TU gerockt. CAZ-Musikredakteurin Marion N. Fiedler hat mit dem Wahldresdner gesprochen.

Ricco Schönfeld legt die Gitarre ab. Wir unterhalten uns über sein Studium, seine Leidenschaft zur Musik und wie diese mit der Ausbildung wunderbar einhergeht, die Änderungen durch das Auftreten des Coronavirus und über seine Studentenband „Reaper’s Scythe“.

Studium mit Trash Metal-Bezug

Der 26-Jährige studiert Informationssystemtechnik im 6. Semester an der TU Dresden, was, wie er erklärt, ein Mischstudiengang von Elektrotechnik und Informatik ist. „Bis zum 5. Semester ist der Stundenplan komplett vorgeschrieben. Ich habe mich da auch daran gehalten und viel über Dinge, die ich als Musiker interessant finde, gelernt, zum Beispiel Filterschaltungen und Bearbeitung von Signalen“, erklärt er. „Mit diesem Hintergrund, und weil ich den Bezug zur Praxis habe, machen mir die Vorlesungen wirklich viel mehr Spaß. Ich habe viele Geräte, die wir in Theorie an der Uni bereits studiert haben, ja bereits ausprobieren dürfen. Ich habe ein wirklich großes Interesse an Elektro- und Digitaltechnik, und durch meine Erfahrungen sind die Formeln und Theorien dann weniger faktisch, da ich ja bereits praktisch schon damit zu tun hatte.“

Abschalten mit Freunden

Für Ricco ist die Musik ein wichtiger Ausgleich zum Studium. „Zum einen ist das Musizieren einfach ein tolles Hobby, bei dem man abschalten und sich auf etwas ganz anderes konzentrieren kann“, sagt der Gitarrist und Bassist strahlend. „Zum anderen ist für mich aber auch die soziale Komponente wichtig, denn die Treffen mit meinen Freunden und drei Bandkollegen von ‚Reaper’s Scythe‘ empfinde ich einfach als bereichernd, gerade wenn man dann noch gemeinsam musiziert!“

Starker Auftritt beim Uni Air

Der übrigens ursprünglich aus der fränkischen Schweiz kommende Wahldresdner hat im vergangenen Jahr ungefähr 18 Auftritte gespielt. Er ist Gründungsmitglied der Studentenband „Audhumpla“, die seit gut einem Jahr Trash Melodic Death Metal schreibt, probt und in Konzerten präsentiert.

Und die 2012 gegründete Studentenband „Reaper’s Scythe“ hat mit Ricco am Bass beim UniAir 2019, dem Bandwettbewerb vom Studentenwerk, einen wirklich kraftvollen Auftritt hingelegt. Mit dabei waren der Schlagzeuger Phil Berkemeier, der letztes Jahr im Fach Maschinenbau an der TU sein Diplom absolviert hat. Der Gitarrist Marius Lex ist ausgebildeter Tontechniker und der Sänger Thomas „Tomz“ seit Anfang an der Frontmann der Band. Für Ricco war das Konzert auf der Wiese vorm Hörsaalzentrum der dritte Auftritt in der Formation. „Ich freu’ mich riesig, jetzt als Bassist bei ‚Reaper’s Scythe‘ dabei zu sein. Auch meine Kollegen haben sich sehr gefreut, und vor allem haben wir immer viel Spaß beim gemeinsamen Abrocken.“

Neues Album in Arbeit

Gerade in den ersten Tagen, nachdem die Corona-Pandemie in Deutschland und Sachsen angekommen war, hat sich auch für Ricco beziehungsweise die Band einiges geändert. „Für uns als ‚Reaper’s Scythe‘ kann ich sagen, dass wir etwas Glück haben, denn zu Anfang des Jahres haben wir kaum Auftritte gehabt, die nach intensiver Vorbereitung dann quasi ins Wasser gefallen wären, denn wir arbeiten gerade am neuen Album“, erzählt Ricco. „Der Spaß, live spielen zu können, fehlt mir aber total. Aber mir ist klar, dass die Gesundheit vorgeht und dass man besonders jetzt auf andere Rücksicht nehmen muss.“

Metal zum Entspannen

Für Ricco ist die beste Medizin in einer ungewissen Situation weiterhin die schnelle Musik. „Ich höre im Moment gern Songs, die ich persönlich liebe, besonders Metal-Musik!“, erklärt er strahlend. „Das entspannt mich einfach.“ Für die Leser der CAZ hat er noch eine Empfehlung: Die Studentenband würde sich über einen Besuch auf der „Reaper’s Scythe“-Bandseite sehr freuen. „Da gibt es neben mehreren Alben auch Videos und Streams zu entdecken, gerade für Rock- und Metal-Liebhaber.“

Noch mehr Studentenmucke? Rockig geht es auch bei „Your Redemption“ zu.

Text: Marion N. Fiedler
Foto: PR

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