Rap mit Herz: Dresdner Musiker Joca mit Soloalbum „joclevski“ am Start

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Der Dresdner Rapper Joca bringt am 28.5. sein zweites Soloalbum „joclevski“ heraus. CAZ-Autorin Charlotte Rüsch hat mit ihm über Rap mit Herz, Songschreiben als Therapie und in welchem Fall du das Album nicht kaufen sollst gesprochen.

Angefangen habe die Begeisterung für den Rap schon in seiner Jugend, als er mit 14 Jahren bei Hip-Hop-Partys Freestyle performen konnte und Anerkennung fand, erzählt der Absolvent der Soziologie und Politikwissenschaften der TU Dresden. Danach ging es mit selbst geschriebenen Texten und Geschichten weiter bis zur Veröffentlichung des ersten Soloalbums 2011. Zehn Jahre später steht nun seine zweite Platte „joclevski“ in den Startlöchern. Was erwartet die Hörer auf diesem Album?

Songs mit Gefühl

„Ich mache klassischen Boom bap Rap, also Rap mit Herz“, schmunzelt Joca und beschreibt seine neue Platte als Ausdruck seiner Gefühle und Verarbeitungsprozesse, die in ihm vorgehen. Dabei versuche er, in jedem Song ein Gefühl zu transportieren, das sich auf den Zuhörer überträgt, ohne dabei strikt thematisch vorzugehen: „Also es ist nicht so, dass ich dir sagen kann: Die vier Minuten handeln davon. Sondern hör dir die vier Minuten an, wenn ich alles richtig gemacht hab, überträgt sich das Gefühl!“

Bei seiner neuesten Single „Amor Mundi“ beispielsweise spiegele der Rapper sein Verhältnis zur Zeit und was diese mit ihm mache: „Es geht schon um die großen Themen, aber nicht auf einer inhaltlichen Auseinandersetzung, eher in einer gefühlsweltlichen.“ Hierbei sei die Musik nicht nur Ausdruck seiner Gefühle, sondern habe sogar ein bisschen Therapieansatz, erzählt Joca. Beim Schreiben kanalisiere er Themen, die ihn beschäftigen, das Produzieren der Beats wiederum gebe dem Ganzen eine meditative Komponente: „Das sind wirklich diese beiden Seiten. Das Schreiben ist Therapie und Beats produzieren ist Meditation. Das ist ganz wichtig für mein Wohlbefinden.“

Reinhören und weitererzählen

Dabei unterstützen ihn auch seine Bandkollegen Gisela Björn, Franzman und Cana, die seit mehreren Jahren mit ihrer Rap-Band „Neustädter Harz“ Musik machen und immer wieder auf der Bühne zu sehen sind.&

Jocas musikalisches Talent fällt nicht nur auf lokaler Ebene auf, vor einigen Wochen gewann der Musiker den Dreh eines Konzertfilms beim Boxenhersteller JBL in Düsseldorf, der nach Veröffentlichung schnell an die 200.000 Klicks bekam.

Eine Release-Party für das neue Album „joclevski“ wird stattfinden, sobald es möglich ist, bestellen könnt ihr es aber schon vorher: „Ich hab mir so Mühe mit dem Album gegeben, ich liebe dieses Album. Ich bin so super stolz drauf und ich freue mich einfach, das mit den Leuten zu teilen. Und das soll sich keiner kaufen, wenn ihr nicht reingehört habt. Hört rein, und wenn ihr es geil findet, kauft es gerne, und wenn ihr es geil findet und kein Geld habt, dann kauft es um Gottes Willen nicht, aber erzählt euren Freunden davon. Ich bin superfroh, es endlich mit der Welt teilen zu können. Ich hab so lange darauf gewartet und jetzt ist es so weit. ‚joclevski‘ am 28.5.!“

Text: Charlotte Rüsch

Bildquellen

  • JOCA_DC-67_Foto P0nk_Fox: p0nk f0x
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