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Wenn du dich wegen der Corona-Pandemie in einer finanziellen Notlage befindest, kommt hier eine gute Nachricht: Es gibt wieder Überbrückungshilfe für Studenten. Bis März kannst du wieder Anträge stellen. Wie es funktioniert und was jetzt neu ist, liest du hier.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt erneut Studenten in pandemiebedingter Notlage. Bis März 2021 kannst du wieder Anträge auf nicht rückzahlbare Überbrückungshilfen stellen. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online. Für jeden Monat musst du einen gesonderten Antrag stellen. Die Überbrückungshilfe kann 100 bis maximal 500 Euro pro Student und Monat betragen. Damit soll denjenigen Studentinnen und Studenten geholfen werden, bei denen Jobs oder die finanzielle Unterstützung durch die Eltern vorübergehend weggefallen sind.

Ab sofort Anträge stellen

Wie bereits im Sommer übernehmen auch diesmal die 57 deutschen Studenten- und Studierendenwerke die Bearbeitung. Sie prüfen auch die Anträge und weisen die Zahlung des Bundeszuschusses an; darunter auch das Studentenwerk Dresden für die Studenten der Hochschulen in seinem Zuständigkeitsbereich.

Du kannst ab jetzt bis zum Ende des Wintersemesters einen Antrag auf Überbrückungshilfe für Studenten einreichen, wenn du an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule im In- oder Ausland eingeschrieben bist. Dein Alter und die Semesterzahl spielen keine Rolle. Nicht antragsberechtigt sind Studenten an Verwaltungsfachhochschulen oder Bundeswehrhochschulen. Auch Studenten im berufsbegleitenden Studium bzw. dualen Studium sowie Gasthörer können keinen Antrag stellen.

Das ist dieses Mal anders 

Neu gegenüber der ersten Antragsphase von Juni bis September ist, dass du eine pandemiebedingte Notlage ab sofort auch durch erfolglose Job-Bewerbungen – und nicht nur durch Kündigungen – nachweisen kannst. Das betrifft vor allem Erstsemester, die oft noch keinen Nebenjob haben. Außerdem reichen ab jetzt Kontoauszüge ab dem Vormonat der Antragstellung bis zum Tag vor der Antragstellung als Nachweis aus, weiter zurückliegende Belege der finanziellen Notlage sind nicht erforderlich.

Parallel zur Überbrückungshilfe gibt es auch beim KfW-Studienkredit künftig eine Erweiterung – er wird für das gesamte Jahr 2021 und damit neun Monate länger als geplant zinsfrei gewährt.

Schon über 2300 Anträge bewilligt

In den vier Monaten Juni bis September 2020 gingen beim Studentenwerk Dresden 2354 vollständige Anträge auf Überbrückungshilfe ein. Davon hat das Studentenwerk 1749 Anträge bewilligt und insgesamt 735.900 Euro an Studenten ausgezahlt. Die restlichen 605 Anträge mussten abgelehnt werden, meist wegen fehlender oder unvollständiger Unterlagen, die auch auf Nachforderung nicht oder nicht fristgerecht eingereicht wurden, oder weil der Bezug zur Pandemie fehlte.

Text: Pia Rast

Bildquellen

  • Sparschwein mit 500-Euro-Schein: Alexas Fotos@Pixabay
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