Interessant? Dann teile es:

Ist die Gleichstellung aller Studierenden im Jahr 2020 endlich erreicht? Nein, sagt das Frauen-Umwelt-Netzwerk (FUN). Es hat aber Lösungen, die nach Spaß klingen. CAZ-Autorin Leonore Winkler stellt die Gruppe vor.

Wenn Chancengleichheit an der Uni bedeuten würde, dass es gleich viele Männer und Frauen in einem Studiengang gibt, dann wäre in den Umweltwissenschaften an der TU Dresden schon (fast) alles erreicht. Denn nahezu die Hälfte aller Studierenden ist weiblich. Doch Gleichstellung ist nicht nur eine Zahl – es geht auch um Vorbilder. Aber an Frauen in Leitungspositionen mangelt es Studentinnen der Umweltwissenschaften trotz Gleichstellungskonzepts der Uni. Die Wissenschaft sei immer noch männerdominiert, sagt das FUN, das sich genau diesen Problemen widmet.

Frauen-Umwelt-Netzwerk – FUN garantiert

Frauen erleben im universitären Alltag nach wie vor viele Herausforderungen. Deshalb wurde das Netzwerk 2017 gegründet. Die Idee: Eine Plattform schaffen, die es Frauen aller Fachrichtungen ermöglicht, sich kennenzulernen und auszutauschen. Gemeinsam sollen so Probleme erkannt, diskutiert und gelöst werden. Dazu bietet das FUN Veranstaltungen an, bei denen persönliche und fachliche Kompetenzen erworben werden. Konkret heißt das: Es gibt Workshops, Seminare und bald auch einen regelmäßigen Stammtisch. Darüber hinaus macht das FUN seinem Namen alle Ehre: Mit Wanderungen, einem Vernetzungspicknick oder etwa einer Pflanzaktion auf dem Campus soll gezeigt werden, dass der Austausch vor allem eins macht – Spaß.

Nicht nur Frauen sind willkommen

Das klingt nach Vergnügen – allerdings nur für die Hälfte aller Menschen, die an der Universität arbeiten oder studieren. Was ist mit den Männern? „Unsere Angebote sind vor allem für Frauen konzipiert“, meint Manuela Jacobs, Mitglied des FUN. Sie fügt hinzu: „Allerdings geht es uns um Gleichstellung, nicht darum, andere Geschlechter auszuschließen.“ Männer sind also ebenfalls herzlich willkommen. Und alle, die sich nicht einem der beiden Geschlechter zuordnen wollen? Da queere Menschen meist sehr ähnliche Probleme erleben wie Frauen, würden auch sie von dem Netzwerk profitieren.

Diese Veranstaltungen kommen als Nächstes

Es sind also alle willkommen, die Interesse haben. Das trifft auch auf dich zu? Die nächste Möglichkeit, das FUN kennenzulernen, gibt es am 31. Oktober bei einer Wanderung durch die Heide. Im November warten ein Seminar zu Bewerbungsgesprächen und ein Führungstraining auf alle Teilnehmenden. Infos dazu gibt es auf der Homepage, Instagram oder Facebook.

Text: Leonore Winkler

Bildquellen

  • Foto_Frauenumweltnetzwerk_CAZ: TU Dresden Frauen-Umwelt-Netzwerk FUN
Interessant? Dann teile es: