Leidenschaftlich informatisch: Drummer, Gärtner, Videokünstler

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TU-Student Jonas ist nicht nur IT-ler, sondern auch Naturgänger, Musiker und kreativer Mensch. Und er unterstützt lokale Studentenbands mit Foto- und Videoprojekten.

Wisst ihr um den typischen Stereotypen eines Informatikers? CAZ konnte den vielseitig begabten TU-Studenten Jonas Weckschmied (5. Semester Bachelor Informatik) fragen, ob es diesen gibt, und den jungen Kreativen nach seinen Leidenschaften mit und ohne Computer aushorchen. Und eines ist klar: Jonas ist nicht der Typ, der immer nur in der Wohnung sitzt und seine Gardinen vorzieht, damit die Sonne den Bildschirm nicht unleserlich macht. „Ich bin natürlich letztendlich oft drin, das geht auch nicht anders, denn als Informatiker muss man halt öfters in der Wohnung tüfteln.“ erklärt Jonas Weckschmied. „Aber nach ein paar Stunden intensiven Arbeitens zieht es mich dann auch immer wieder raus an die frische Luft – auf das Gleichgewicht kommts an!“

Faszination Datenwissenschaft

Er selbst sagt, dass die Welt der Informatik eine sehr spezielle, und vom Fachgebiet her eine weitläufige Wissenschaft darstellt, die heutzutage im Zeitalter der immer wichtiger werdenden Datenpolitik auch stark von Wandlung geprägt ist. „Mich fasziniert, dass man in den Datenwissenschaften so viel machen kann, und bestaune auch, wie viele Daten überhaupt existieren und heutzutage gemanagt werden müssen. Ich hoffe, dass ich in diesem Bereich auch später arbeiten und wichtige Neuerungen entwickeln und einbringen kann.“

Hilfsmittel für den Menschen

Für ihn sind sowohl Computer als auch digitale Strukturen ein nicht mehr wegdenkbares Hilfsmittel für uns Menschen: „Die Arbeit, die wir manuell digital verrichten können, ist extrem eingeschränkt. Wenn ich per Hand anfangen würde, Einträge vorzunehmen, würde ich Stunden oder Tage länger benötigen, als ein Computer. Um bestimmte Abläufe zu entwickeln, benötigen wir Informatiker manchmal viel Zeit und verschiedene Ansätze, um ein Problem zu lösen. Das ist herausfordernd, aber die Arbeit lohnt sich definitiv!“

Kein typischer Computernerd

Entsprechend ist es leicht nachzuvollziehen, dass Jonas die Wissenschaft der Informatik zwar als eigene Welt betrachtet, aber von Stereotypen eines Informatikers selbst nicht viel hält. „Wir Studis sind alle so unterschiedlich, wie auch in anderen Fächern, und ich selbst würde auch auf keinem Fall dem typischen Informatikstudenten entsprechen.“ So war Jonas weder für Arbeitsprojekte noch in seiner Freizeit jemals ein Computernerd, erklärt er. „Ich habe Kommilitonen, die immer programmieren, und auch nicht aufhören können, wenn das Projekt beendet ist. Ich selbst war aber bisher immer der Naturgänger, Musiker und kreative Mensch. In der Data Science kann ich mich vor allem mit meinen eigenen Ideen einzubringen. Bei Problemen hilft es ja, andere Herangehensweisen zu finden, mit denen eine bestimmte Lösung dann möglich wird. Was diese Herausforderung des Fachbereichs angeht, profitiere ich von meinen Erfahrungen in anderen Gebieten sehr.“

Musik und Natur

Viele dieser Erfahrungen konnte Jonas während seiner Reisen oder musikalischen Projekte machen, beziehungsweise schöpft er vom Wissen seines ersten Studiums. „Vor meinem Studium der Informatik habe ich für drei Semester in Lübeck „medizinische Ingenieurwissenschaften“ studiert, um herauszufinden, dass Physik nicht zu meinen Leidenschaften gehört. Danach war ich einen Sommer lang in den USA. Dort habe ich Musik gemacht. Ich war mit einem Drumcorps mit 150 Leuten auf Tournee quer durchs Land. Diese Erfahrung war einfach nur bereichernd!“
Jonas teilt mit uns zwei Geheimnisse, die ihm Energie geben. Zum einen verbringt er gern Zeit in seinem Garten. „Ich habe mal eine Weile ohne Garten gelebt, und fand das nicht passend für mich. Ich genieße es, Sachen anzubauen, bin ja auch gern draußen.“

Foto- und Videoprojekte

Zum anderen aber entdeckt er durch sein Interesse an der Musik öfter neue Perspektiven, oder auch wie kürzlich ein schlummerndes Talent, welches gerade auch durch die ersten eigenen Projekte die Dresdner Musikszene bereichert hat. Im Moment unterstützt er nämlich mehrere lokale Studentenbands mit Foto- und Videoprojekten. Für seinen recht professionell gedrehten Clip zum Astrosurfer-Song „Ikarus“ oder das One-Take-Video zu „Atomfried“ hat er sehr viel Lob eingesteckt. „Wir haben ja inzwischen mehrere Musikvideos mit den Astrosurfern gemacht. Es hat eigentlich damit angefangen, dass das Bandmitglied Franz, den ich noch von der Schulzeit kenne, gefragt hat, ob ich spontan mal ein paar Videos auf dem UniAir machen könnte. Und weil es der Band so gut gefallen hat, vereinbarten wir uns dann recht schnell, einen weiteren Videotag zu planen.“

Jonas erinnert sich sichtlich strahlend: „Es war schon irgendwie genial. Das Video zu „Atomfried“ ist in der Neustadt in einem One-Take-Format entstanden. Eigentlich haben wir nur zwei Takes gedreht, und der zweite ist es dann geworden.“ Auf die Frage hin, ob ihn dieser Dreh ihn viel Zeit gekostet hat, antwortet Jonas direkt: „Nein, wir hatten es extra so angelegt, dass es cool aber auch nicht zu aufwendig wird, immerhin studieren wir ja alle. Ich musste für den One-Take nicht viel schneiden, das fand ich für mich persönlich dann auch gut, denn das Cutten ist meist sehr aufwendig. Man findet nämlich bei jedem Projekt während des Schneidens immer mal wieder ein Problem. Am Ende wird es dann vielleicht nicht hundertprozentig so, wie man es sich vorgestellt hat. Daher mag ich den kreativen und spannenden Moment der Videoaufnahme am meisten.“

Vielleicht bald in die Schweiz

Seine Videos könnt ihr auf der Jonas Weckschmied Youtube-Seite finden, und seine Fotos auf Instagram. Und vielleicht blitzen demnächst neben den aktuellen kreativen Projekten dann auch Bilder aus anderen Ländern auf diesen Seiten auf. Denn Jonas spielt mit dem Gedanken, für seinen Master an der ETH Zurüch zu studieren: „Mich interessiert die Schweiz als Land, und die ETH vom den Themen her, aber die Stadt ist recht teuer, daher muss ich für das Vorhaben meines Auslandsstudiums noch recherchieren. Mein Fokus, die Data Science, würde ich gern an der ETH vertiefen. Man kann viel mit diesem Thema machen, und in Zürich wird ein konkreter Masterstudiengang zu diesem Thema angeboten.“ Jonas ergänzt merklich fasziniert: „Das Land an sich finde ich auch sehr spannend. Ich habe es aber noch nicht komplett ausgeschlossen, vielleicht auch in Dresden zu bleiben, weil ich ja nicht nur im Studium hier gut verwurzelt bin.“

Text: Marion N. Fiedler
Foto: privat

Die ersten Videos mit den Astrosurfern müsst ihr euch unbedingt ansehen! Für IKARUS hat Jonas viel Sonne eingefangen, und die Vibes vom diesjährigen UniAir: 
Und beim One-Take-Dreh für ATOMFRIED waren in der Fancrowd der Studentenband auch viele Dresdner Studis dabei.

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