Anne Pollenleben: Vom Poetry Slam zum Buchprojekt

Interessant? Dann teile es:

Sie ist Studentin, Poetry-Slammerin und schreibt derzeit an ihrem ersten Buch – Anne Pollenleben, im richtigen Leben Anne Alexandra Behner, hat viele Talente.

An der TU Dresden hat sie bereits Romanistik und Philosophie studiert, bemerkte aber nach kurzer Zeit, dass sie von den Themen her eher in den Studiengang Soziologie passt. Sie wagte den Schritt, wechselte das Fach und ist in diesem Semester nun wieder „Ersti“ in ihrem neuen Hauptfach.

Den Wechsel hat auch eine Reise inspiriert und damit verbunden die Zeit zum Sinnieren, diverse Impulse zur Selbstfindung und Annes Neugier zur Neuorientierung. Vor Kurzem war sie nämlich in Spanien unterwegs und ist dort ausschließlich getrampt: „Ich habe ziemlich viel erlebt und wollte meine Abenteuer mit allen positiven und negativen Erfahrungen gern über das Schreiben verarbeiten und teilen. Mein Buchprojekt entfaltet sich im Moment echt klasse“, erklärt die Studentin. „Pollenleben“ soll es heißen.

Eigener Blog mit vielen Themen

Das Schreiben neben dem Studium tut ihr sehr gut. Schlussendlich hat auch der Wunsch, Schriftstellerin zu werden, dazu geführt, dass sich Anne an der TU eingeschrieben hat. „Beim Schreiben kann ich subjektiv sein, wo das Studieren objektiv bleiben muss. Diese Balance zu finden, ist nicht leicht, aber unheimlich bereichernd.“

Auf ihrem Blog teilt Anne in der Rubrik „Zwischentöne“ gern mal eine Mischung aus Objektivem und Subjektivem, um ihre Leser zu inspirieren. „Ich schreibe besonders gern über die Themen, die in der Gesellschaft nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdient haben. Zum einen sind das alternative Arten des Lebens und Reisens, zum anderen aber auch die Emotionen und die Psyche des Menschen und wie man die Welt bewusster sehen kann.“

Persönliche Freiheit in eigenen Texten

Anne sagt, dass sie im Reisen von Ort zu Ort viele Parallelen zur emotionalen und psychischen Entwicklung des Menschen sieht. „Gerade wir Studenten verändern uns während unserer Ausbildung von Monat zu Monat, manchmal ohne dass wir es merken. Es ist schön, immer mal wieder neue Horizonte zu entdecken“, erklärt sie. „Manche emotionalen Themen, die Freundschaft oder Zusammenhalt betreffen, erlebe ich wie eine wechselnde Landschaft. Durch Bücher, Poesie und Kunst geht es mir besser, mich selbst wahrzunehmen und mit anderen gezielter zu kommunizieren. Gerade eben in den eigenen Texten finde ich meine persönliche Freiheit.“

Erstes Buch mit vielen Emotionen

Anne scheut sich beim Schreiben oder Slammen nicht vor Tabuthemen wie Essstörungen oder posttraumatische Belastungsstörung. Diese sollen auch in ihrem biographisch angelegten Roman und Reisebericht eine wichtige Rolle spielen. Sie erläutert, dass sie ihr literarisches Erstlingswerk als Brief verfasst hat: „Er beinhaltet lyrische Gefühle, die mit sehr intensiven Emotionen und Erlebnissen im Zusammenhang stehen, und ich wünsche mir, dass ich mit meinen Gedanken viele Menschen erreichen und inspirieren kann.“

Du willst Anne Pollenleben live erleben? Am 12. Februar 2019 ist sie als Poetry-Slammerin beim Konzert von Martina Künzel einer der Special Guests in der Galerie Gaia, Bischofsweg 52.

Text: Marion N. Fiedler
Foto: Gabriel Moreno

Interessant? Dann teile es: